Energieagentur Ebersberg - München

Die Projektidee

Die Firma Green City, Tochter des gleichnamigen Umweltvereins und ehemals Green City Energy, plant die Errichtung von fünf Windenergieanlagen im Westen des Ebersberger Forstes. Aufgrund eines Vorbescheidverfahrens (2015) von Green City wird die Umsetzung des Projekts geprüft. 
 
Auf der Karte sehen Sie die geplanten Standorte. 
 
 
 

Green City stellt sich vor

Als Energie- und Verkehrswende-Unternehmen steht Green City für eine dezentrale und bürgernahe Umsetzung von Klimaschutzzielen. Unter der Beteiligung von Bürger*innen, Kommunen, Institutionen und Unternehmen fördert Green City den Ausbau und die Versorgung mit Erneuerbaren Energien, emissionsfreie Mobilität und nachhaltige Konzepte für ein grünes Leben. 


Diese Vision fand 1990 ihren Anfang, als eine kleine Gruppe Münchner*innen den Umweltverein Green City e.V. gründete, mit dem Ziel Umweltthemen in die Öffentlichkeit zu tragen und eine lebenswertere Zukunft zu gestalten. München war damals eine eher gemütliche Großstadt und das Thema Erneuerbare Energien steckte noch in den Kinderschuhen.

Als der Verein 1999 die damals weltweit größte Solar-Bürgerbeteiligungsanlage erfolgreich umsetzte, wurde schnell klar, dass für einen echten Wandel insbesondere die Projektierung regenerativer Kraftwerke entscheidend ist. So gründete der Verein 2005 die heutige Green City AG und ist seither Hauptaktionär der Tochtergesellschaft.

Die Zahlen sprechen für sich: In den letzten 15 Jahren konnten mit Unterstützung der Bürger*innen deutschland- und europaweit 356 Erneuerbare Energien-Anlagen realisiert und mehr als 344 GWh Ökostrom produziert werden. Allein im Jahr 2019 wurden dabei rund 160.000 Tonnen CO2 vermieden. Die besondere Herkunftsgeschichte und die bestehende Verbundenheit mit dem Umweltverein, lassen Green City bürgernah und gemeinschaftlich als Gestalter echter Nachhaltigkeit agieren – und das seit über 30 Jahren. 
 

 

 

geplante Anlagetechnik & Erschließung

Green City plant derzeit (Stand Januar 2021) mit der modernsten Anlagengeneration. Zum jetzigen Zeitpunkt steht der konkrete Anlagentyp noch nicht fest. Die folgenden Angaben sind daher Richtwerte:  

  • Nabenhöhe ca. 165 m
  • Rotordurchmesser ca. 165 m
  • Gesamthöhe ca. 245 m
  • Durchmesser des Turmes auf Nabenhöhe ca. 4 m

 
 
 
 
 
 

Für die Erschließung können im Wald vorhandenen Forstwege genutzt werden, wodurch nur ein geringer Eingriff in den Forst erforderlich wird und die Baumaßnahmen daher besonders umweltverträglich durchführt werden können. Außerdem können Wege und Freiflächen zum Teil als Kranstellfläche mit genutzt werden, sodass für die Bauflächen vergleichsweise wenig Bäume gefällt werden müssen.

Die nötigen Eingriffe lassen sich hierdurch deutlich und auf ein Minimum reduzieren. Folglich liegt der Flächenbedarf voraussichtlich bei 3.000 m² pro Windenergieanlage, anstatt eines durchschnittlichen Flächenbedarfs von 3.750 m² pro Windenergieanlage – Zum Vergleich: Letzteres entspricht etwa der Hälfte eines Fußballfeldes. Der Ebersberger Forst umfasst eine Fläche von etwa 90 km² - die geplanten fünf Windenergieanlagen würden unter 0,02 % der gesamten Waldfläche ausmachen. 

 

 

Projekthistorie

 
Für mehr Informationen klicken Sie auf die Jahreszahlen.
 
 
  • Planungsstand

    Bestehende LSG-VO lässt aktuell Windenergie im Forst nicht zu

  • Naturschutzbeirat spricht sich für Prüfung eines Zonierungskonzepts aus

  • Rechtliche Einschätzung uNB

    Windenergie mit aktueller Landschaftsschutzgebietsverordnung nicht vereinbar

  • Voranfrage durch Green City zur Landschaftsschutzgebietsverordnung

  • Bekanntmachung: Flugsicherung kein Ausschlusskriterium mehr

    Erneuerung der Technik macht Windenergie an den geplanten Standorten ab 2018 möglich

  • Erneute Verschiebung der möglichen Windenergieanlagen-Standorte

    aufgrund der 10H-Regelung und des Wasserschutzgebietes

  • Antrag auf Vorbescheid bei Genehmigungsbehörde durch Green City

  • Windmessung durch Green City

    Windmessung und Fledermausmonitoring

  • Gründung der Bürgerinitiative "Landschaftsschutz Ebersberger Land"

    Mediation zwischen Landkreis, Anliegergemeinden und Bürgerinitiative

  • Erste Planungen des Projekts durch Green City

    Standortsicherungsverträge mit den Bayerischen Staatsforsten

  • Erstes Gutachten durch Beermann Energiesysteme

    erste Einschätzung zur Nutzung der Windenergie